Diabetes, Diabetes mellitus!

  • Was ist Diabetes mellitus?
  • Das Wort Diabetes kommt aus dem Griechischen und bedeutet „honigsüßer Durchfluß“.

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Diabetes mellitus, oder einfacher die Zuckerkrankheit, ist eine Stoffwechselstörung.

  • Bei Diabetes sind die Blutzuckerwerte dauerhaft zu hoch.
  • Die Ursache dieser Stoffwechselstörung kann unterschiedliche Ursachen haben.
  • Die unterschiedlichen Ursachen drücken sich durch verschiedene Diabetesformen aus.

Welche Formen des Diabetes gibt es?

Beim Diabetes mellitus unterscheidet man grundsätzlich zwei Formen, den Diabetes mellitus Typ1 und den Diabetes mellitus Typ2:

  • Diabetes Typ1
  • Bei etwa 3-5% aller Diabetesfälle handelt es sich um eine Diabetes Typ1.
  • Durch die Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse entwickelt sich dieser Diabetes Typ1.
  • Diabetes Typ1 bedeutet, daß kein eigenes Insulin mehr gebildet wird.
  • Als Ursache für die Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen nimmt man heute ein Zusammenwirken von einem Virusinfekt,von einer sogenannten Autoimmunerkrankung und von Erbfaktoren an.

Wenn 80% der Betazellen zerstört sind tritt der Diabetes Typ1 zum ersten Mal mit den typischen Anzeichen wie

    • quälender Durst,
    • häufiges Wasserlassen,
    • Müdigkeit,
    • Gewichtsverlust auf.
  • Vom Beginn des Diabetes Typ1 bis zum Ausbruch des Diabetes Typ1 können Wochen bis Jahre vergehen.
  • Nach dem Auftreten der ersten Symptome des Diabetes Typ1 kommt es häufig zum vorübergehenden Verschwinden der Symptome (Remissionsphase).
  • Tatsächlich schreitet aber der Krankheitsprozeß fort.
  • Beim Diabetes Typ1 kommt es zur Zerstörung aller insulinproduzierenden Zellen.
  • Dies hat zur Folge, daß Menschen, die an Diabetes Typ1 leiden sofort mit Insulin behandelt werden müssen.
  • Der Diabetes Typ1 wird von der Mutter bzw. vom Vater mit einer 3-5%igen Wahrscheinlichkeit auf die Kinder vererbt.
  • Sind beide Eltern Diabetiker steigt das Risiko für die Kinder auf 10-20%.
  • Diabetes Typ2
  • Beim Typ2 Diabetes sieht man die Ursache in einer angeborenen oder erworbenen Insulinunempfindlichkeit der Körperzellen.
  • Durch die in den Industrieländern allgemein vorkommende Überernährung  kommt es zu Übergewicht und Adipositas (Fettsucht).
  • Die Insulinunempfindlichkeit beim Diabetes Typ2 wird durch Übergewicht/ Adipositas verstärkt.
  • Die permanente Überernährung führt zu einem stark erhöhten Glukose- bzw. Zuckerangebot.
  • Insulinunempfindlichkeit auf der einen Seite, Glucoseüberangebot auf der anderen Seite zwingen den Körper vermehrt Insulin freizusetzen, die Bauchspeicheldrüse muß vermehrt arbeiten.
  • Auf lange Sicht führt diese Mehrarbeit zu einer Erschöpfung der Betazellen, die das Insulin produzieren.
  • Dadurch entsteht mit einer entsprechenden Erbanlage ein Diabetes Typ2
  • Bedingt durch den dauerhaft hohen Insulinspiegel kommt es beim Diabetes Typ2 zu einer Verminderung der Insulinrezeptoren an den Körperzellen. 
  • Die Folge ist beim Diabetes Typ2 eine schlechtere Ansprechbarkeit der Körperzellen auf Insulin .
  • Das Vererbungsrisiko vom Diabetes Typ2 liegt bei 40%.
  • Diabetes Typ2 ist bis heute nicht heilbar.
  • Beim Diabetes Typ2 unterscheiden wir wiederum 2 Typen:
    • Diabetes Typ2 a, das ist der schlanke Typ2 Diabetiker mit tatsächlich vorhandenem Insulinmangel
    • Diabetes Typ2 b, das ist der Typ2 Diabetiker mit Übergewicht, der zwar genügend Eigeninsulin produziert, dieses Insulin aber, aufgrund schlechter Ansprechbarkeit der Körperzellen, nicht seine volle Wirkung entfalten kann.
    • Vom Diabetes Typ2 ist der sogenannte MODY (Maturity onset of diabetes in youth)-Diabetes abzugrenzen.
    • MODY- Diabetes ist, wenn der Diabetes Typ2 schon im Jugendalter auftritt.
    • Beim MODY- Diabetes ist die Vererblichkeit mit 50-80% wesentlich höher.

 

Weitere Formen des Diabetes mellitus :

  •  Schwangerschaftsdiabetes
  • Tritt erstmals während einer Schwangerschaft ein dauerhaft zu hoher Blutzucker auf, spricht man vom Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes).
  • Nach Beendigung der Schwangerschaft verschwindet in der Regel in diesen Fällen der Diabetes
  • Später kann sich jedoch ein Diabetes Typ1 oder was häufiger vorkommt ein Diabetes Typ2 entwickeln.

  • Pankreopriver Diabetes
  • Da durch den Diabetes große Teile der Bauchspeicheldrüse ausfallen sind alle Funktionen der Bauchspeicheldrüse geschädigt.
  • Durch den Mangel oder das völlige Fehlen von Insulin kommt es zur diabetischen Stoffwechsellage.
  • Ebenso kommt es zur fehlenden Mithilfe der Bauchspeicheldrüse bei der Verdauung, da der Bauchspeichel, der die spaltenden Enzyme für die Kohlenhydrat-und fettverdauung enthält, nicht, oder nur mangelhaft, produziert wird.
  • Die Energie, die mit der Nahrung aufgenommen wird, kann somit nicht richtig verwertet werden.
  • Die Nahrung wird zum Teil unverdaut ausgeschieden.
  • In diesem Fall von Diabetes ist es nicht nur wichtig das fehlende Insulin zu ersetzen, sondern auch die fehlenden Verdauungsenzyme.

  • Wichtig für alle Diabetesformen ist:
  • Je früher ein Diabetes festgestellt wird,
  • je besser der Blutzucker
  • je höher die Insulinempfindlichkeit der Zellen, 
  • je besser die Fettwerte und der Blutdruck eingestellt sind, 
  • desto seltener und weniger gravierend sind Folgeschäden.
  • Von der Dauer und dem Ausmaß der Blutzuckererhöhung, als auch von bestehenden Begleiterkrankungen, sind die Folgen und Komplikationen bei einem Diabetes abhängig.

 

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